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Die SGHVR im Überblick

Die 1961 gegründete SHGVR vereinigt rund 400 Einzel- und 40 Kollektivmitglieder. Nach ihren Statuten bezweckt sie
-  die Entwicklung des Haftpflichtrechts und des privaten und öffentlichen Versicherungsrechts
    insbesondere in der Schweiz zu fördern;
-   das Studium des internationalen Haftpflicht- und Versicherugsrechts sowie die
    Rechtsvergleichung zu unterstützen;
-   Beziehungen zu schweizerischen, ausländischen und internationalen Organisationen,
    die sich mit ähnlichen Fragen befassen, zu unterhalten;
-   kollegiale Beziehungen unter den Mitgliedern zu pflegen.

Zu den Aktivitäten der Gesellschaft gehören die jährlichen  Vereinsversammlungen, die sich nach einem kurzen geschäftlichen Teil jeweils einem aktuellen wissenschaftlichen Thema widmen. Die Geschicke der Gesellschaft werden von einem höchstens einundzwandzigköpfigen  Vorstand geleitet. Die Geschäftsführung obliegt dem Vorstandsausschuss.

Die Gesellschaft äussert sich ferner regelmässig im Rahmen von  Vernehmlassungen des Bundes zu Gesetzesentwürfen aus ihrem Fachbereich. Sie fördert junge Wissenschaftler, indem sie regelmässig herausragende Dissertationen prämiert. Im Rahmen von Fachgruppen befassen sich interessierte Mitglieder vertiefter mit einzelnen Fragen.

Die Gesellschaft ist Mitglied
-   der Association Internationale du Droit des Assurance (AIDA)

Der Jahresbeitrag beträgt
-   für Einzelmitglieder: CHF 60.-
-   für studentische Mitglieder: Fr. 20.-
-   für Kollektivmitglieder: Fr. 600.-
-   für Behörden und wissenschaftliche Institutionen: Fr. 300.-
Die Gesellschaft ist von den Steuerbehörden als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Zur Geschichte der Gesellschaft

Anfangs der sechziger Jahre sind drei Entwicklungen auszumachen, die zur Gründung der sich damals noch auf das private und öffentliche Versicherungsrecht konzentrierenden Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungsrecht führten: Die Revision des Versicherungsrecht stand prominent auf der politischen Agenda, auf internationaler Ebene schlossen sich 1960 Versicherungsjuristen aus zahlreichen Ländern, darunter sehr bald auch der Schweiz, zur Association Internationale de Droit des Assurances (AIDA) zusammen und schliesslich führte die Vielfalt rechtlicher Fragen dazu, dass neben dem traditionellen Schweizerischen Juristenverein zahlreiche neue wissenschaftliche Fachvereinigungen, darunter auch die Gesellschaft für Versicherungsrecht entstanden.

Die Verbindungen zur AIDA und die auf das Jahr 1960 zurückgehenden ersten Schritte zur Gesellschaftsgründung rechtfertigen, dieses Jahr als Gründungsjahr anzusehen, auch wenn die formelle Gründungsversammlung erst am 12. April 1961 stattfand. Die erste der in der Folge jährlich stattfindenden Generalversammlungen fand denn auch noch in diesem Jahr, nämlich am 25. November 1961, statt.

Das Versicherungsrecht weist zahlreiche Schnittstellen zum Haftpflichtrecht auf. Auch die Gesellschaft befasste sich immer wieder mit haftpflichtrechtlichen Fragen (so z.B. mit der Gesamtrevision des Haftpflichtrechts). Die Generalversammlung vom 7.9.2001 verlieh diesem zunehmendem Bezug zum Haftpflichtrecht durch eine Änderung des Namens der Gesellschaft Ausdruck: Neu heisst sie Schweizerische Gesellschaft für Haftpflicht- und Versicherungsrecht.

Der Gesellschaft gelang es über fünfzig Jahre hinweg, dass zahlreiche Versicherungsjuristen ihre Verbundenheit durch die Teilnahme an den Generalversammlungen zeigten. Neben den statutarischen Geschäften wurden dort jeweils aktuelle Fragen des Versicherungs- und später auch des Haftpflichtrechts vorgestellt und diskutiert. Dies machte die Versammlungen zur beliebten Gelegenheit zur Pflege des Gedankenaustausches unter Fachkollegen.