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Das Personenfreizügigkeitsabkommen und die schweizerische berufliche Vorsorge Grundlagen und ausgewählte Aspekte
Von Herrn Dr. Basile Cardinaux
Die Schweizerische Gesellschaft für Haftpflicht- und Versicherungsrecht prämiert die herausragende Dissertation von Herrn Dr. Basile Cardinaux mit dem Titel „Das Personenfreizügigkeitsabkommen und die schweizerische berufliche Vorsorge“. Basile Cardinaux präsentiert auf 1000 Seiten eine ausserordentlich ausführliche, tiefgreifende und hervorragende Dissertation an der schwierigen Schnittstelle zwischen Europarecht, Freizügigkeitsabkommen mit der Europäischem Gemeinschaft und schweizerischer beruflicher Vorsorge. Er behandelt einerseits ein Grundlagenthema. Das kann nur, wer die Übersicht hat. Anderseits verknüpft er höchst anspruchsvolle Rechtsgebiete miteinander. Wer sich fundiert mit den Auswirkungen des EU-Freizügigkeitsrechts auf unser Berufsvorsorgerecht beschäftigt, muss tief in die schwer überschaubaren, hochtechnischen Normenkomplexe und die Rechtsprechung sowohl der EU als auch des Landesrechts eindringen. Das ist dem Verfasser glänzend gelungen. Der Autor argumentiert selbständig und legt eine scharfsinnige Analyse der gestellten Problematik vor. Er scheut sich nicht, Auffassungen zu vertreten, die von denjenigen der Vertragsparteien, der Europäischen Kommission und der schweizerischen Rechtspraxis abweichen. Und er weist überzeugend nach, dass einzelne Regelungen des Landesrechts diskriminierend sind. Er hat mit seiner herausragenden Dissertation durch eine fundierte Gesamtsicht der Thematik einen – für die Praxis und die Wissenschaft gleichermassen – bedeutenden Erkenntnisgewinn geliefert. Auch wird die Dissertation vom Gesetzgeber bei der Weiterentwicklung der behandelten Rechtsgebiete zu beachten sein. Basile Cardinaux hat sich mit seiner sehr gewichtigen Arbeit um die praktische und dogmatische Erfassung der Verknüpfung zwischen Europarecht, Freizügigkeitsabkommen und schweizerischer beruflicher Vorsorge verdient gemacht.
Rudolf Rüedi
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